Änderungen im Umsatzsteuerrecht zum 01. Januar 2010


Das im Jahr 2008 von dem Rat der Europäischen Union verabschiedete sogenannte Mehrwertsteuerpaket ist zum 01.01.2010 in Kraft getreten. Dienstleistungen an Unternehmen werden ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich nach dem Empfängerortprinzip am Unternehmenssitz des Leistungsempfängers besteuert.

Dies bedeutet, dass auch die bisher für Unternehmen angewandte anteilige Versteuerung der Serviceentgelte je nach Ziel der Reise (mit 5%, 25% oder 100%) seit dem 01. Januar 2010 nicht mehr zulässig ist.

Neuerungen für Unternehmen mit Sitz in Deutschland:

Für Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind Vermittlungsentgelte nun mit dem aktuell gültigen Steuersatz von 19% voll zu besteuern. Diese Tatsache stellt jedoch keine Erhöhung der Serviceentgelte für Sie dar, da Sie den Steuerbetrag, wie bei allen Rechnungen üblich, beim Finanzamt als Vorsteuer geltend machen können.

Neuerungen für Unternehmen mit Sitz in der EU (nicht in Deutschland):

Für Unternehmen mit Sitz in der EU (nicht in Deutschland) wird zukünftig für alle Leistungen nach dem Reverse-Charge-Verfahren (=Umkehr der Steuerschuldner-schaft) nur das Nettoentgelt in Rechnung gestellt. Die Umsatzsteuerschuld geht durch das Reverse Charge Verfahren auf Ihr Unternehmen über. Für Sie gilt allerdings die Deklarationspflicht im Bezug auf die bei uns getätigten Umsätze, d.h. Sie müssen bei Ihrer Finanzbehörde die ausländischen Umsätze aus dem Reverse Charge Verfahren erklären. Finanziell ergeben sich dadurch keine Nachteile für Sie.

Zukünftig müssen wir auf allen Verkaufsbelegen an Sie mit dem Hinweis „Reverse-Charge-Regulation (Customer is liable for VAT due)“ auf das Reverse Charge Verfahren hinweisen und Ihre USt-IdNr. angeben.

Eine im Briefkopf eingedruckte USt-IdNr. oder eine in einer Gutschrift des Leistungsempfängers formularmäßig eingedruckte USt-IdNr. reicht laut Gesetz nicht aus, um die Unternehmereigenschaft und den unternehmerischen Bezug der zu erbringenden Leistung zu dokumentieren. Wir bitten Sie deshalb, die beigefügte Erklärung
(Anlage 1) vollständig auszufüllen und vor Ihrer nächsten Reisebuchung an uns zurückzuschicken, da wir als Reisebüro ab sofort bei der Rechnungsstellung einen entsprechenden Hinweis erbringen müssen.

Zu Ihrem besseren Verständnis für die neue steuerliche Situation in Deutschland haben wir Ihnen im Anhang eine allgemeine Information zum Reverse-Charge-Verfahren und zur Umsatzsteuer-Id-Nummer beigefügt
(Anlage 2).

Neuerungen für Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU (Drittland):

Die Gesetzesänderung hat für Unternehmer mit Firmensitz außerhalb der EU zur Folge, dass wir Ihnen zukünftig für alle Leistungen nur das Nettoentgelt ohne Umsatzsteuer in Rechnung stellen werden.

Sie als Kunde müssen allerdings durch eine Bescheinigung Ihres Staates, eines Briefbogens oder Ausdrucks Ihrer Homepage etc. zuvor nachweisen, dass Sie Unternehmer sind. Wir möchten Sie deshalb bitten, uns schnellstmöglich einen Nachweis Ihrer Unternehmer - Eigenschaft zukommen zu lassen. Liegt uns kein solcher Nachweis vor, muss die Leistung nach deutschem Steuerrecht mit 19% voll besteuert werden.

Zum besseren Verständnis ein Beispiel, wie wir je nach Vorliegen einer Bestätigung zukünftig verfahren müssen:

Ohne Nachweis der Unternehmereigenschaft: Serviceentgelt netto 40,00 Euro
zzgl. 19% MwSt. 7,60 Euro
Servicentgelt brutto 47,60 Euro

Mit Nachweis der Unternehmereigenschaft: Serviceentgelt netto 40,- Euro

Zu Ihrem besseren Verständnis für die neue steuerliche Situation in Deutschland haben wir Ihnen im Anhang eine allgemeine Information zum Reverse-Charge-Verfahren und zur Umsatzsteuer-Id-Nummer beigefügt
(Anlage 2).

Besteuerung der Ticketpauschale für Ihre Privatreisen

Privatreisende können keine Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen. Daher wird das Serviceentgelt von Reisebüros weiterhin anteilig versteuert. Der zu versteuernde Anteil am Serviceentgelt richtet sich nach dem Reiseziel:

  • Innerdeutsche Tickets: das volle Serviceentgelt unterliegt der geltenden Mehrwertsteuer

 

  • Tickets ab Deutschland in ein EU – Land: 25 % des Serviceentgeltes unterliegen der geltenden Mehrwertsteuer

 

  • Tickets ab Deutschland in ein Non – EU – Land (kontinental oder interkontinental): 5 % des Serviceentgeltes unterliegen der geltenden Mehrwertsteuer

 

  • Alle weiteren %Tickets (kontinental oder interkontinental), die Deutschland nicht „berühren“: auf das Serviceentgelt wird keine Mehrwertsteuer erhoben



Für Detailfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!!

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